EAA schreibt weiter schwarze Zahlen

     

    •   EAA treibt insbesondere den Abbau des Beteiligungsportfolios voran

    •   Insgesamt sind etwa 80 Prozent der übernommenen Kredite, Wertpapiere und Derivate abgewickelt

    •   Verwaltungsaufwand sinkt um 29 Prozent gegenüber Vorjahr

     

      Düsseldorf, den 16. März 2017. Die EAA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Überschuss von rund zehn Millionen Euro erzielt. Dazu trugen eine Reihe langfristig vorbereiteter und erfolgreich abgeschlossener Maßnahmen im EAA-Portfolio bei: Restrukturierungen sowie Verkäufe und Schließungen von Beteiligungen führten zu einem unter dem Strich positiven Ergebnis aus Finanzanlagen und Beteiligungen. Insbesondere profitierte die EAA von Schadenersatzzahlungen einer großen US-Bank. Basis war ein Vergleich, der ein von der EAA geführtes Verfahren um Verluste aus strukturierten Kreditgeschäften beendete. Zum positiven Gesamtergebnis des Jahres 2016 trug auch die weitere Senkung des allgemeinen Verwaltungsaufwands bei; er verringerte sich um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

      „Die EAA schloss das fünfte Geschäftsjahr in Folge mit schwarzen Zahlen. Das ist längst keine Selbstverständlichkeit, da mit dem fortschreitenden Portfolioabbau auch die Ertragsbasis der EAA geringer wird“, erläuterte EAA-Vorstandssprecher Matthias Wargers. Im vergangenen Geschäftsjahr reduzierte die EAA die ihr übertragenen Kredite und Wertpapiere nominal um 6,3 auf 29,7 Milliarden Euro. Damit sind gut 80 Prozent aller Kredit- und Wertpapierbestände, die seit 2009/2010 von der ehemaligen WestLB auf die EAA übertragen wurden, abgewickelt. Der 2012 übernommene Handelsbestand ging 2016 nominal um 83,1 auf 258,6 Milliarden Euro zurück. Insgesamt sind somit rund 76 Prozent dieses 2012 übernommenen Portfolios abgebaut.

      Vorsichtiger Optimismus für den weiteren Abwicklungsprozess

      „Der gesamte Portfolioabbau verlief bisher nicht nur deutlich schneller als ursprünglich geplant, sondern auch wertschonender“, sagte Wargers. So verfügte die EAA zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres weiterhin über einen stabilen Puffer – aus Eigenkapital, Eigenkapitalziehungsrechten und Risikovorsorge – von mehr als zwei Milliarden Euro, um potenzielle Verluste im weiteren Abbauprozess aufzufangen. „Wir haben die Haftungszusagen unserer öffentlichen Träger bisher nicht in Anspruch nehmen müssen und sind zuversichtlich, dass dies so bleibt“, sagte Wargers.

      Der EAA-Vorstand weist zugleich darauf hin, dass die EAA nach wie vor mit schwierigen Restrukturierungsmaßnahmen im Portfolio der ehemaligen WestLB befasst ist. Dabei handelt es sich etwa um Kraftwerksprojekte in Südeuropa, deren Risiken maßgeblich durch die Entwicklung der Energiemärkte gestiegen sind, oder um ein Portfolio mit US-Lebensversicherungspolicen, das sich zuletzt durch einseitige Maßnahmen von Vertragspartnern verschlechtert hat.

      Nach den im vergangenen Geschäftsjahr erzielten Abbauerfolgen will die EAA im laufenden Jahr verstärkt prüfen, wie sie den Portfolioabbau weiter optimieren und zusätzlich beschleunigen kann.