EAA verkauft wesentliche Beteiligung

Bluestone Group übernimmt die auf private Immobilienkredite spezialisierte Tochtergesellschaft Basinghall

Düsseldorf, den 12. Dezember 2014. Die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) hat ihre Tochtergesellschaft Basinghall Finance Ltd. mit einem Kreditportfolio von nominal gut 600 Millionen Euro veräußert. Wie der EAA Vorstand heute in Düsseldorf mitteilte, übernimmt Bluestone Mortgages die Gesellschaft mit Sitz in London. Die zuständige britische Aufsichtsbehörde hat dem Transfer zugestimmt. Bluestone ist ein international tätiger Anbieter von Immobilienfinanzie- rungen und gehört einer Gruppe institutioneller Investoren, darunter die australische Investmentbank Macquarie und LDC, eine Tochtergesellschaft der Lloyds Banking Group. Mit dem Verkauf werden auch für Basinghall tätige Experten zum neuen Eigentümer wechseln. Bislang sind sie bei der Portigon-Gruppe beschäftigt, die Dienstleistungen rund um das EAA-Portfolio erbringt.

Die EAA wertet den Verkauf ihrer viertgrößten operativen Beteiligung als wichtigen Schritt beim Abbau des Milliardenportfolios, das sie – im Rahmen der Fi- nanzmarktstabilisierung - von der ehemaligen WestLB übernommen hat. „Die Veräußerung von Basinghall beschleunigt den Abwicklungsprozess zusätzlich und reduziert zugleich die Komplexität unseres Beteiligungsbestands“, sagt EAA Vorstandssprecher Matthias Wargers. Das senke Kosten und operationelle Risiken auf Seiten der EAA. Der Käufer werde die EAA-Refinanzierung für Basinghall vollständig ablösen.

Basinghall wurde im Jahr 2010 mit Beständen von umgerechnet knapp 900 Millionen Euro (Angaben auf Basis aktueller Wechselkurse) von der ehemaligen WestLB auf die EAA übertragen. Die Landesbank hatte mit der Londoner Tochter das Ziel verfolgt, ein Portfolio aus Immobilienkrediten aufzubauen, um sie anschließend zu verbriefen und an den Kapitalmarkt zu bringen. In der Finanzkrise scheiterte die Ausplatzierung. Die Abwicklungsanstalt reduzierte das Portfolio um etwa 260 Millionen Euro, verbesserte die Struktur der ver- bliebenen Engagements durch ein stringentes Risikomanagement und senkte die Kosten bei der Tochtergesellschaft. Vor rund einem Jahr initiierte sie dann den Verkaufsprozess, der am 29. Januar 2014 europaweit publiziert wurde, um Diskriminierungsfreiheit zu gewährleisten.