Geschäftsjahr 2020

Die EAA setzt den Portfolioabbau erfolgreich fort

  • Jahresergebnis leicht negativ
  • Kredite und Wertpapiere um rund 15 Prozent, Derivate um rund 31 Prozent reduziert
  • Corona-Pandemie kaum Auswirkungen auf die Abwicklung
  • Reserven im Verhältnis zum verbliebenen Portfolio gestärkt
  • Meilenstein bei der beschleunigten Abwicklung der EAA Covered Bond Bank Plc erreicht

Düsseldorf, 19. April 2021. Die EAA hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem geringeren Fehlbetrag von 1,9 Millionen Euro nach Steuern gegenüber 2,7 Millionen Euro im Vorjahr abgeschlossen. Ein leicht negatives Ergebnis in der jetzigen Phase der Abwicklung ist in der ursprünglichen Abwicklungsplanung berücksichtigt und kein Anzeichen veränderter Rahmenbedingungen oder Risiken. „Wir haben den Abbau der von der ehemaligen WestLB übernommenen Finanzprodukte in dem von der Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahr 2020 erfolgreich fortgesetzt“, sagt Horst Küpker, Mitglied des Vorstands der EAA. „Von den in den Jahren 2009/2010 sowie 2012 übernommenen Krediten und Wertpapieren des Bankbuchs standen am 31. Dezember 2020 noch rund 12,7 Milliarden Euro nominal in den Büchern der EAA“, so Küpker weiter. Das sind rund 15 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Insgesamt wurde das Nominalvolumen der übertragenen Finanzprodukte bisher um 90 Prozent reduziert. Das Nominalvolumen der Derivate im Handelsbestand sank 2020 um rund 31 Prozent auf 94,6 Milliarden Euro. Seit Übernahme im Jahr 2012 wurden damit rund 91 Prozent abgebaut.

Dazu beigetragen hat auch die beschleunigte Abwicklung der irischen Tochter EAA Covered Bond Bank Plc (EAA CBB), für die die Europäische Zentralbank im März 2021 unter anderem die Rückgabe der Vollbanklizenz genehmigt hat. Die EAA CBB war die letzte operative Spezialbank-Mehrheitsbeteiligung aus dem Portfolio der ehemaligen WestLB AG. Im Wesentlichen hielt die EAA CBB Anleihen öffentlicher Schuldner in Europa.

Das Abbauportfolio ist mittlerweile nominal kleiner und qualitativ besser als ursprünglich geplant. Zugleich sind die Reserven der EAA höher als für diesen Zeitpunkt erwartet. Zum 31. Dezember 2020 beläuft sich das Eigenkapital auf rund 654 Millionen Euro. Der Puffer aus Eigenkapital, Eigenkapitalziehungsrahmen und Risikovorsorge addiert sich zum 31. Dezember 2020 auf rund 1,6 Milliarden Euro auf und hat sich in Relation zum verbliebenen Portfolio stetig verbessert. Parallel verbesserte sich die Risikoeinschätzung für das verbliebene Portfolio.

Die EAA hatte bereits mehrfach deutlich gemacht, dass ihr zinstragendes Geschäft mit fortschreitendem Abbau zwangsläufig schrumpft und sich die Kosten nicht mehr proportional zum sinkenden Portfolio reduzieren lassen. Die wirtschaftlichen Verluste fielen 2020 jedoch deutlich geringer aus als erwartet. Das Zinsergebnis liegt um 23,8 Millionen Euro über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen bedingt ist durch einen Sondereffekt aus der Ergebnisabführung einer Tochtergesellschaft.

Der Allgemeine Verwaltungsaufwand sank gegenüber dem Vorjahr um 10,7 Millionen Euro auf 125 Millionen Euro. Im Vergleich zum Jahr 2012 – dem Jahr des zweiten Portfoliotransfers auf die EAA – wurden die Kosten um rund 70 Prozent gesenkt.

Die EAA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Projekte im Rahmen der effizienten Weiterentwicklung zur Optimierung und Flexibilisierung des Verwaltungsaufwands vorangetrieben. Ziel ist es, für die verbleibenden Aufgaben effizient und kostengünstig aufgestellt zu sein. „Wir schaffen aktuell die Voraussetzungen dafür, die EAA auf ihre Kernfunktionen zu fokussieren und mittelfristig auf eine flexible Servicerlandschaft zurückgreifen zu können“, erklärt EAA-Vorstandsmitglied Christian Doppstadt. „Diese Maßnahmen bilden die Basis dafür, dass wir unseren Auftrag der wertschonenden und risikominimierenden Abwicklung erfolgreich fortsetzen können“, unterstreicht Doppstadt.